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Die „Mouse Trap II“ – eine Kamera für die alternative Eisen-Photographie

Bei allen Eisen-Prozessen wie dem Cyanotype und dem Ferro-Gallic Prozess wird für die Belichtung sehr viel Licht benötigt. Deshalb werden diese Prozesse eigentlich nur als Druckverfahren ab einem Negativ verwendet. Die Lichtstärke in einer Kamera ist um ein Vielfaches schwächer und eine Belichtung ist eigentlich nicht möglich. Ausser man baut spezielle Kameras mit grosser Lichtstärke und verwendet neue Eisenverfahren, wie zum Beispiel „mein“ Cyanotype „CITUM“.

Meine neue Mouse Trap Kamera belichtet ein Format von 10x10cm und ist mit einem antiken ISCO KIPTAR Projektionsobjektiv ausgerüstet. Das Gehäuse und die Objektivhalterung habe ich auf dem „ENDER 3“ gedruckt. Das Objektiv kann zur Scharfstellung verschoben werden. Die erste Photographie mit dem Ferro-Gallic Process von 1860 war vielversprechend. Ich bin gespannt auf die weiteren Versuche mit dieser speziellen Kamera.

Ich wünsche Euch gut Licht           Euer  Doc Aetherman

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„Cyanotype Citum“ – die Erfindung eines neuen Prozesses für Cyanonegative

Nach der Entdeckung der neuen und schnellen Formel, der ich den Namen „Cyanotype Citum“ gegeben habe, arbeite ich an den kleinen Details zur Verbesserung der Tiefenschärfe und der Lichtstärke an den zwei grossen Cyanotypekameras „Soul Catcher II“ und „Soul Catcher III“. Die meisten Versuche habe ich bisher mit der kleinen „Mousetrap Camera“ durchgeführt, da das Objektiv mit einer Blende von 1.4 ideal für kurze Tests ist. Die Belichtungszeiten mit „Cyanotype Citum“ bewegen sich hier bei „Sunny Fifteen“ um etwa 5 Minuten herum. Leider ist die Bildgrösse mit rund 50mm etwas beschränkt und macht keinen grossen Spass. Deshalb konzentriere ich meine Versuche jetzt auf die zwei Grossformatkameras, denn das war ja ursprünglich auch das Ziel meiner Experimente.

Der „Soul Catcher III“ funktioniert mit „Citum“ bereits sehr gut und die Belichtungszeiten von rund 45 Minuten sind überraschend gut. Die Blende beträgt bei dieser Kamera rund 4.5, mit der Tiefenschärfe bin ich jedoch noch nicht ganz zufrieden.

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Der „Soul Catcher III“

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Cyanonegativ im Format 10x10cm, „Soul Catcher III“

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Das digitale Positiv

Die Riesenkamera „Soul Catcher II“ mit einem Format von 30x40cm arbeitet mit einer simplen Lupenlinse mit 100mm Durchmesser. Die Blende ist bei dieser Kamera klein und dürfte deshalb mit dem „Citum Prozess“ spannende Resultate ergeben. Das Riesenformat entspricht genau dem, was mir früher in meinen Träumen vorgeschwebt ist.

Die Versuche gehen heute weiter!

Ich wünsche Euch gut Licht                                      Euer Doc Aetherman

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Publikation: „Doc Aetherman’s Incamera Cyanotype Process“

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Beschreibung eines speziellen Prozesses zur Herstellung von Cyanotype-Photographien unter Verwendung von Grossformatkameras und einfachen chemischen Komponenten.

Sensibilisieren des Papiers:
Normales 80g Kopierpapier wird während einer Minute in einer Lösung von 40g Ammoniumferricitrat (grün) per 100ml destilliertem Wasser eingelegt. Danach wird das sensibilisierte Papier im dunkeln getrocknet. Das Papier ist sehr lange haltbar, sofern es trocken und dunkel gelagert wird.

Belichtung des Papiers in einer Grossformatkamera:
Für die Photographie mit diesem Prozess muss eine möglichst kleine Blende zur Verfügung stehen. Ideal sind f-Werte von 3 bis 5. Bei einem EV von 14 (Sunny Fifteen) und einer Blende von f3 beträgt die Belichtungszeit je nach Sujet zwischen 30 und 60 Minuten.

Entwickeln des Papier Cyanotype Negativs:
Das belichtete Papier wird während einer Minute in einer Lösung von 1g Kaliumferrocyanid (gelb) per 100ml destilliertem Wasser eingelegt und ständig bewegt. Es bildet sich bei diesem Prozess das sog. „Berliner Weiss“.
Danach wird das Papier kurz in frischem Wasser gebadet und kommt danach für wenige Sekunden in eine Lösung von 1%igem Wasserstoffperoxid. Das „Berliner Weiss“ wird sofort in „Berliner Blau“ umgewandelt. Nach einem weiteren kurzen Bad in frischem Wasser wird das Negativ auf eine Glasplatte abgelegt und getrocknet.

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Eine neue „Incamera Cyanotype“ im Format 9x9cm

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Da ich mit meiner grossen Cyanotype-Kamera, dem „Soul Catcher III“, Probleme mit der Tiefenschärfe beim grossen Format von 15x15cm habe versuchte ich heute einmal ein etwas kleineres Format zu belichten. Das Objektiv mit der Linse eines antiken Feldstechers erzeugt eine tolle Schärfe in der Bildmitte, ist jedoch gegen den Rand hin sehr stark abfallend. Ich versuchte mich heute an einer Nahaufnahme, mit dem Nachteil, dass die Belichtungszeit bedingt durch die grosse Brennweite und den deshalb grösseren f-stop mehr als verdoppelt wird. Bei einem 50 Meter entfernten Objekt hat die Kamera einen f-stop von 3.6. Bei einer Nahaufnahme und einem Abstand von 70cm zum Objekt ergibt sich dann leider bereits ein f-stop von 6. Also habe ich die normalerweise 60 Minuten Belichtungszeit auf 130 Minuten ausgedehnt. Ich wusste, dass dies knapp werden könnte, da ich erst um 14:45 mit der Aufnahme begonnen habe. Im Frühling ist die Sonne Abends schnell wieder schwach.

Trotzdem, das Resultat ist ganz gut und das gewählte kleinere Format scheint ganz gut zu sein. Nicht zufrieden bin ich immer noch mit der Schärfe. Grund ist die nicht ideale Position der Mattscheibe und der Papierhalterung. Ich werde dies morgen umbauen und die Idee meiner „Mousetrap-Kamera“ übernehmen. Die Details zeige ich Euch dann.

Ich wünsche Euch gut Licht              Euer Doc Aetherman

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#stayathome – Zwei neue Incamera Cyanotypes mit nur 20 Minuten Belichtungszeit

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Nachdem ich bei all meinen vergangenen Versuchen mit der kleinen „Mousetrap-Kamera“ mit der Sonne im Rücken Tests gemacht hatte wollte ich es heute einmal im Gegenlicht der Sonne ausprobieren. Wie ich bereits früher einmal feststellen musste darf beim Fotografieren im Gegenlicht niemals die Sonne im Bild sein, sonst fängt die Kamera innert weniger Sekunden Feuer! Glücklicherweise brannte damals nur das Papier und nicht die gesamte Kamera – trotzdem hatte ich Glück im Unglück. Also wurde beim ersten Versuch eine blaue Glasflasche und beim zweiten Test unser „Gartenvogel“ in Position gebracht. Die Sonne steht bereits hoch genug und es bestand keine Feuergefahr 🙂
Beide mit Ammonium Ferricitrat 30% beschichteten Papiere wurden 20 Minuten belichtet und danach wie gewohnt mit gelbem Ferrocyanid 1% und Wasserstoffperoxid 1% entwickelt. Für die kurze Belichtungszeit war das Ergebnis wirklich sehr zufriedenstellend! Die nächsten Versuche möchte ich unbedingt mit Gebäuden durchführen. Ich denke der Stand der aktuellen Experimente dürfte spannende Resultate ergeben. Bleibt also dabei! Es geht weiter!!

Immer gut Licht wünsche ich Euch            Euer Doc Aetherman

 

Bilder:  links das Original-Cyanotype-Negativ           rechts das Digitale Positiv

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Die kleine „Mousetrap-Kamera“ im Stil von Fox Talbot:

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