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Das revolutionäre Incamera Cyanotype Selfie von heute…

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„Sie wussten nicht, dass es unmöglich ist, und deshalb haben sie es getan!“

Seit rund 180 Jahren behaupten die meisten Photographen und Cyanotype-Künstler, dass man mit dem Eisenprozess von Sir John Herschel aus dem Jahre 1842 keine Lichtbilder mit einer Kamera Obscura herstellen kann. Nun, mit dem bekannten Standardverfahren bin ich ebenfalls gescheitert. Die Lichtmenge in einer Kamera ist einfach zu klein, um die Eisensalze ausreichend zu belichten. Deshalb bezeichnet man das Cyanotype-Verfahren auch als Edeldruckverfahren.

Trotzdem habe ich immer davon geträumt, einmal echte Photographien mit diesem einfachen Verfahren und alten Plattenkameras herzustellen.
Seit Jahren tüftle ich an diversen Verfahren und Rezepturen, wälze uralte Bücher der alternativen Photographie und experimentiere in meinem kleinen Laboratorium mit den verschiedensten Chemikalien – mit ungefährlichen Chemikalien, denn genau das ist für mich der Schlüssel. Das neue Verfahren soll ja Spass machen und einem nicht vergiften!

Heute habe ich nun endlich mit einer neuen Formel einen ersten revolutionären Durchbruch geschafft. Ich konnte ein echtes Incamera Cyanotype Portrait belichten. Die Belichtungszeit betrug 8 Minuten, f-stop 1.4.

Jetzt sind die Türen geöffnet und meine Experimente werden spannender denn je!!

Wünsche Euch immer gut Licht             Euer Doc Aetherman

 

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Der „SOUL CATCHER III“ – eine Kamera für „Incamera Cyanotypes“

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Seit längerem experimentiere ich an einem funktionierenden Verfahren, um Grossformatfotografien mit dem Cyanotype-Verfahren herzustellen. Der normale Cyanotype-Standardprozess von Sir John Herschel aus dem Jahre 1842 ist eigentlich ein Edeldruckverfahren und die Empfindlichkeit der Emulsion aus Ammoniumeisencitrat und rotem Blutlaugensalz funktioniert perfekt bei der Belichtung in der vollen Sonne. Mit einem Foliennegativ oder mit Pflanzen reicht eine Belichtungszeit von rund 3 Minuten um wunderschöne Bilder zu erhalten.

Für die Fotografie ist der Standardprozess jedoch viel zu langsam, da die Lichtmenge in einer Camera Obscura um ein Vielfaches schwächer ist. Trotzdem experimentiere ich seit längerem an modifizierten und schnelleren Verfahren. Mit einer kleinen „Mouse Trap“ Kamera im Stil von Fox Talbots ersten Kameras erreiche ich inzwischen sehr gute Resultate, wenn auch im kleinem Format von 5x5cm.

Nachstehend ein Beispiel von gestern. Die Belichtungszeit betrug rund 60 Minuten bei schönem Wetter und Sonnenschein, ca. um 11:00.

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Da die Resultate mit der kleinen Kamera immer besser werden musste eine neue Grossformatkamera her. Im Lager hatte ich noch eine schöne antike Holzkamera mit fehlender Plattenhalterung und diversen kleineren Lichtlecks. Für den „Incamera Cyanotype“ Prozess eigentlich ideal. Also wurde mit dem 3D-Drucker ein passendes Objektiv gedruckt und mit einer Feldstecherlinse eines Feldstechers aus dem Jahre 1910 bestückt.

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Die fertige Cyanotype Kamera mit dem Namen „SOUL CATCHER III“

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Cyanotypien aus dem heimischen Garten

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Gestern und heute haben wir die schöne Frühlingssonne genutzt und im Garten Cyanotypien belichtet – einfach so zum Spass! Wie immer haben wir das Papier selbst vorbereitet und beschichtet. Da wir noch alte Tierbücher im Altpapier hatten haben wir auch einzelne Buchseiten herausgeschnitten und mit der Cyano-Lösung bestrichen. Dies ergibt ganz spezielle Unikate, da jede Buchseite individuelle Illustrationen enthält, welche durch das Bild hindurch sichtbar bleiben.

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Verwendet haben wir Sir Herschels Standardformel aus dem jahre 1842:

20g warmes destilliertes Wasser, 2,5g grünes Ammoniumferricitrat und 1,2g rotes Ferricyankalium – bei stark gedämpftem Licht zusammenmischen bis sich alle Kristalle vollständig gelöst haben. Danach gleichmässig und in einer dünnen Schicht auf das Papier auftragen. Entweder mit einem Pinsel oder einem Schwämmchen. Zum Schluss wird das Papier im dunkeln getrocknet.

Danach sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Man kann das Papier, so wie es Sir John Herschel vor knapp 200 Jahren gemacht hat, mit Pflanzen belegen und mit einer Glasplatte abdecken. Oder man benutzt ein Foliennegativ aus dem Laserdrucker oder ein echtes photographisches Negativ.

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Die Belichtungszeit in der Sonne beträgt bei Pflanzen etwa 5 bis 10 Minuten, je nach gewünschtem Resultat und Transparenz der Pflanzenblätter. Bei der Arbeit mit Foliennegativen reichen rund 3 Minuten.

Nach der Belichtung wird das Papier im Wasserbad gut ausgewaschen, bis keine gelbe und blaue Farbe mehr ausgewaschen wird. Besser zu lange waschen, da sich das Bild sonst später wieder blau färbt.

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