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Projekt Afghan Box Camera – Teil 2

Inzwischen ist die Holzkiste aus dem Jahr 1914 etwas angepasst und gereinigt worden und die Öffnung für die RUBY Kamera wurde ausgesägt. Vorgestern habe ich die Kamera montiert und das Ganze passt sehr gut zusammen.

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Das Einkleben des Mahagony-Rahmens, welcher die Kamera hält.

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Als ich die Holzkiste von einer guten Freundin bekommen habe war noch immer eine staubige Zeitung auf dem Boden eingelegt. Es handelt sich um eine Ausgabe des Landboten vom Samstag dem 24. November 1934. Ich wollte diese Zeitung unbedingt in die Kamera integrieren. Also habe ich sie versiegelt und sie dient jetzt als Boden-Einlage. Beim Arbeiten mit der Fotochemie läuft immer mal was aus – da ist diese Einlage der ideale Schutz für das Holz.

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Als nächstes wird die seitliche Öffnung für den Eingriff mit dem Arm in die Box ausgesägt. Zuerst werde ich das Ganze jedoch einmal mit den Schalen und dem Zubehör bestücken um zu sehen, wo der idealste Platz für die Öffnung ist – man sollte dann ja überall ran kommen ohne sich allzusehr zu verbiegen – ich bin ja auch nicht mehr der jüngste…

Grüsse aus dem Atelier „Jules Verne“          Euer Dan

 

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Projekt Afghan Box Camera

Nach langer Suche nach den passenden Komponenten kann es jetzt endlich losgehen. Eine gute Freundin fand vor einigen Tagen die perfekte alte Holzkiste für mein Projekt. Vielleicht werdet Ihr euch jetzt fragen: „Afghan Box wasgenau????“ Bei der Afghan Box Kamera handelt es sich um eine analoge Photokamera mit integrierter kleiner Dunkelkammer. Damit lassen sich auf der Strasse Portraits belichten und sofort entwickeln. Wie der Name schon sagt waren siese Kameras u.a. in Afghanistan sehr populär um Passfotos für Dokumente machen zu lassen. Viele Details zu diesen Kameras findet Ihr auf der Seite des „Afghan Box Camera Projekts„.


Als ich das erste mal solche Kameras sah war ich fasziniert und begeistert. Also beschloss ich mir einen solchen Apparat zu bauen.

Kurz zu den gesammelten Komponenten für meine Afghan Box Camera.

Die alte THORNTON PICKARD RUBY Mahagony Holzkamera aus dem Jahre 1895. Diese Kamera ohne Objektiv und ohne Plattenhalter habe ich vor längerer Zeit einmal geschenkt bekommen. Jetzt bekommt sie endlich ein neues Leben.

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Das Herzstück ist die kleine Dunkelkammer. Meine Box ist eine Mobilmachungskiste der K.u.K. Truppen, der Landstreitkräfte Östereich-Ungarns. Gemäss der Etikette auf der Kiste wurde sie am 31. Juli 1914 per Bahn nach Lindau geschickt, drei Tage nachdem offiziell der erste Weltkrieg begonnen hatte. Am selben Tag, dem 31. Juli 1914, wurde auch in der Schweiz die Mobilmachung ausgerufen, um die Landesgrenzen zu schützen. Die Kiste hat also eine sehr bewegende Geschichte. Wie ist es wohl dem Soldaten ergangen? Dem ursprünglichen Besitzer?

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Als Objektiv verwende ich auch dieses Mal wieder eine antike Feldstecherlinse. Der Feldstecher wurde in Frankreich im Jahr 1910 hergestellt und war leider in sehr schlechtem Zustand, als ich ihn bekam (siehe oberstes Bild). Die Linse hat einen Durchmesser von 52mm und eine Brennweite von 200mm. Mit dem 3D Drucker habe ich ein passendes Objektiv gedruckt, welches mit Steckblenden entsprechend eingestellt werden kann. Belichtet wird manuell mit dem Objektivdeckel.

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Momentan arbeite ich daran die zwei Komponenten „Box“ und „Kamera“ zu verbinden. Ich würde mich natürlich freuen, wenn Ihr mal wieder reinschaut. Das Projekt wird laufend aktualisiert.

Ich wünsche Euch gutes Licht       Euer Dan

 

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