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Archiv des Autors: Dan Aetherman aka The Chocolatist

Über Dan Aetherman aka The Chocolatist

Man nennt ihn unter Steampunkern The Chocolatist - Er ist Erfinder, Abenteurer und Romantiker. Seine Maschinen und Apparate sehen aus, als wären sie bereits in der legendären NAUTILUS im Einsatz gewesen. Unternehmen Sie eine Reise in eine vergangene Zukunft, ins spätviktorianische Zeitalter, und entdecken Sie fantastische Erfindungen und Kuriositäten! Kreiert aus dem Abfall unserer Wegwerfgesellschaft. “Vor dem Zeitalter der Mikro-Maschinerie, vor der Domestizierung der Elektrizität und des Verbrennungsmotors gab es wundervoll monströse Maschinen, die lebten und atmeten und unverhofft explodierten. Es war die Zeit, in der Kunst und Handwerk eins waren, in der technische Wunder erfunden und wieder vergessen wurden. Es war die Zeit, die es so leider nie gegeben hat.” www.aetherman.com

Die „Cyanotype Exposure Machine Model 1842“

Schon länger habe ich mit der Herstellung von Cyanotypien beschäftigt. Dieser alte photographische Prozess wurde von Sir John Herschel im Jahr 1842 erfunden. Wie genau dieser faszinierende Prozess funktioniert erklärt Euch die WIKI sehr anschaulich.

Zur Belichtung der Bilder benötigt man entweder die Sonne oder eine künstliche UV-Quelle – z.Bsp. ein altes Solarium. Da die Sonne im Winter eher schwierig zu kontrollieren ist habe ich mir eine Belichtungsmaschine aus einem alten Gesichtsbräuner gebaut: Die „Cyanotype Exposure Machine Model 1842“.

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Für die ersten Testbilder benutzte ich altes Inkjetpapier ab Rolle und die selbstgebraute Lösung aus Blutlaugensalz und Ammoniumeisencitrat. Die Lösung habe ich mit einem weichen Pinsel dünn aufgetragen und gut trocknen gelassen. Das Papier muss im halbdunkeln hergestellt werden, da die gemischte Lösung bereits Lichtempfindlich ist.

Als Negativ habe ich ganz einfach ein SW-Bild invertiert und mit dem Laserdrucker auf eine Transparentfolie gedruckt.

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Danach wird ein passendes Stück beschichtetes Papier mit dem aufgelegten Negativ in einem handelsüblichen Bilderrahmen eingespannt. Es muss darauf geachtet werden, dass das Negativ satt auf dem Papier aufliegt.

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Nun wird der Rahmen auf dem Belichter platziert und während 4 Minuten belichtet. Meine „Cyanotype Exposing Machine Model 1842“ ist mit 4 UV-Röhren à je 15 Watt ausgerüstet ujd liefert somit rund 60 Watt Leistung.

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Nach der Belichtung wird das Papier aus dem Rahmen genommen und sofort im Wasserbad gewässert. Innert einigen Sekunden erscheint das Photo auf dem Papier. Gewässert wird während rund 5 Minuten. Es ist wichtig, dass alle wasserlöslichen Komponentenen aus dem Papier herausgelöst werden.

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Nach dem Wässern kann die Cyanotypie auf Papiertüchern gut getrocknet werden. Damit das Papier wieder völlig flach wird, kann es auch über Nacht in einer Buchpresse eingespannt werden.

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Das war jetzt eine „Schnell-Einführung“ in die faszinierende Welt der Cyanotypie. Vielleicht packt es den einen oder die andere von Euch ebenfalls. Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Spass beim experimentieren!

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Verfasst von - 7. März 2018 in Alternative Photographie

 

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Da geht mir doch ein Licht auf!!

Vielleicht habt Ihr es schon bemerkt: Ich habe es im Moment etwas mit dem Thema Licht! Meine zwei aktuellen Werke leuchten gerade um die Wette und unsere Wohnung ist gerade sehr gut ausgeleuchtet…

Die gigantische und 50 Kilogramm schwere OCTOPUS Lampe besteht aus einem umgedrehten Messingleuchter, den ich auf einem stabilen Sockel platziert habe. Als Leuchtmittel kommen sechs Retro-Globes mit je 4W Leistung zum Einsatz.

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Etwas vorher habe ich die „Engelslaterne“ fertiggestellt. Das besondere an dieser Lampe ist das selbstgebaute LED-Filament im Glassockel der antiken Strassenlampe. Vorher verbrauchte diese Glühbirne 2000 Watt Leistung – jetzt läuft sie mit rund 3 Watt. Das Metall-Skelett der Laterne stammt von der Reichsbahndirektion Stuttgart und hat eine wunderbare alte Patina…

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Verfasst von - 12. Februar 2018 in Kuriositäten Kabinett, Steampunk Gadgets

 

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Eine „HERMES No. 2“ aus dem Jahre 1923

Diese Schweizer Schreibmaschine hat eine legendäre Geschichte. Gebaut wurde sie 1923 von ALBERT PAILLARD in Yverdon und trägt die Seriennummer #1098.
Die Familie Paillard machte sich zuvor einen grossen Namen mit dem Bau von Uhren und Spieldosen, später auch mit Grammophonen. In den 30er Jahren wurden dann auch Radios  und die BOLEX Kamera gebaut.

Woher ich diese Maschine genau habe, weiss ich gar nicht mehr. Vermutlich ist sie mir auch irgendwann einmal „zugelaufen“…

Weitere Details zu dieser Maschine findet Ihr auf der Seite www.typewriters.ch von G. Sommeregger. Auf seiner Seite gibt es auch noch viele weitere wunderbare Maschinen zu bestaunen.

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Verfasst von - 9. Februar 2018 in Kuriositäten Kabinett

 

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Die „Remington Standard No. 10“ aus dem Jahre 1911

Diese alte Remington aus dem Jahre 1911 ist meine älteste Schreibmaschine. Wie alle anderen Maschinen habe ich auch dieses Exemplar für einen einstelligen Frankenbetrag auf einem Flohmarkt erstanden. Ich liebe Schnäppchen und bin deshalb immer auf der Suche nach solchen vergessenen Artefakten.
Auch diese Maschine funktioniert nach rund 107 Jahren noch tadellos.
Im Jahre 1911 lief übrigens die „RMS Titanic“ vom Stapel und der norwegische Polarforscher Amundsen erreichte als erster Mensch den Südpol…

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Verfasst von - 7. Februar 2018 in Kuriositäten Kabinett

 

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Die „UNDERWOOD Standard Portable“ aus dem Jahre 1926

In den vielen Jahren meines kreativen Schaffens haben sich in meinem Laboratorium auch viele wunderbare und seltene Schätze vergangener Epochen angesammelt. Ganz besonders faszinieren mich alte Schreibmaschinen. Diese technischen Wundermaschinen wurden in einer Zeit gefertigt, in der es weder Computer noch moderne Fräsmaschinen und High-Tech-Werkzeuge gab. Nur schon die Konstruktion und Planung einer solchen Maschine ist eine absolute Meisterleistung der damaligen Zeit.

Deshalb möchte ich Euch einige meiner Maschinen hier im BLOG vorstellen. Heute beginnen wir mit einer kleinen portablen Schreibmaschine der Marke UNDERWOOD.
Diese „UNDERWOOD Standard Portable“ mit der Seriennummer 161388 wurde im Januar des Jahres 1926 gebaut. Es handelt sich um eine sogenannte 3-Bank Maschine (3 Tastenreihen). Das kleine Wundermaschinchen ist in einem sehr guten Zustand und voll einsatzfähig.

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Verfasst von - 5. Februar 2018 in Kuriositäten Kabinett

 

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Steampunk Hands Around the World 2018 – Welcome!

Werte Leser
Es ist wieder soweit! „Steampunk Hands Around the World“ lädt Euch ein zu einer Reise rund um den Globus! Viel Spass!
Euer Dan Aetherman

Airship Ambassador

Logo courtesy of Mr XPK

In 2014, I started Steampunk Hands Around the World after a simple transatlantic chat with my friend, author Josue Ramos. I was excited about and wanted to celebrate the friendship, creativity, and common interests that steampunk engendered around the world.

Since our first global blogathon, we’ve visited playgrounds and workshops, seen some of our favorite things, and learned how steampunk makes our lives better. This year, we’re taking to the roads and rails, the seas and the air as we head around the world on a steampunk road trip!

Steampunk isn’t just of interest in one country, or one region, it truly spans everywhere a person could go. Steampunk lives in every person who defines themselves as such, in every country, on every continent (OK, Antarctica could be a stretch, but I’m willing to be optimistic). The internet can take us everywhere, and translation programs…

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Verfasst von - 1. Februar 2018 in Steampunk News

 

Die aktuelle Ausstellung im Maison d’Ailleurs in Yverdon-les-Bains: „JE SUIS TON PERE“

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Wenige Tage vor dem Kinostart von „Star Wars VIII – The Last Jedi“ eröffnet im Maison d’Ailleurs in Yverdon eine Ausstellung mit dem Titel „Je suis ton père“: Die Kunst holt den Krieg der Sterne in die Gegenwart.

In den 40 Jahren seit Erscheinen des ersten „Star Wars“-Films hat sich eine hochkalkulierte und hochkommerzielle Produktwelt aus Büchern, Grafik, Spielzeug und Design entwickelt: eine einzige popkulturelle Traumwelt.

Die Zuschauerzahlen der unterdessen nicht mehr von Georg Lucas, sondern von Disney produzierten Filme sprechen für sich. Und die Tatsache, dass Lucas „Star Wars“ von Anfang an als Kinderfilm verstanden hat, steht nicht im Widerspruch zu diesem Erfolg, vielleicht erklärt es ihn sogar. Nun hat jedes Jahrzehnt seine Trilogie und fast scheint es, als sei „Star Wars“ zur klassischen Bildung der Nerd-Generation geworden.

Es liegt also nahe, dass einen in Yverdon Fotos von Marmorstatuen aus dem Louvre begrüssen, deren Häupter allerdings jene der Figuren aus „Star Wars“ sind. Der auferstehende Christus von Germain Pilon aus dem Jahre 1572 trägt nun die Maske von Darth Vader und Meister Yoda hat den Körper des Cupido von Antoine-Denis Chaudet aus dem Jahre 1802. Ein anonymer Künstler, der sich das Pseudonym Travis Durden gegeben hat, versucht so, alte und neue Mythen miteinander zu verbinden – und kommentierter gleichzeitig die von allen Museen angestrebte Digitalisierung ihrer Sammlung, indem er diese Sammlung digital erweitert.

Quelle: http://www.tagblatt.ch

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Verfasst von - 31. Januar 2018 in Steampunk News

 

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