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Steampunk: Science Fiction mal anders

24 Mai

Inspiriert von Jules Verne und „Wild Wild West“, aber auch von „Brazil“, dessen Regisseur sie verehren, erfinden die Anhänger der Steampunk-Bewegung eine alternative Weltgeschichte. In den fiktiven Welten des Steampunk haben weder die Zweite Industrielle Revolution mit dem Erdöl als treibender Kraft und Elektronik noch die Informatikrevolution jemals stattgefunden. Der Name ist Programm, denn Steampunk-Welten siedeln sich in einer postviktorianischen Ära an, in der nur die Dampfkraft Bedeutung hatte. Autos sehen demnach aus wie in der Belle Epoque, Computermäuse sind mechanisch und selbst funktionierende Raketen erinnern an einen Jules-Verne-Roman. Der Steampunk lässt Techniken der Vergangenheit mit modernen Mitteln neu aufleben. „Steam“ also wegen der allmächtigen, schön langsamen Dampfmaschine, aber warum „Punk“? Vor allem wegen der Radikalität und des Gegen-den-Strom-Schwimmens. Steampunker sind erfindungsreiche Bastler, denen es darum geht, die Kontrolle über Maschinen wiederzuerlangen, deren Funktionsweise uns generell übersteigt. Ihr Retrofuturismus läuft dem Rhythmus unserer Konsumgesellschaft entgegen. Hochburg der Bewegung ist die amerikanische Westküste, wo auch die meisten dieser verrückten Maschinen erfunden werden. Ausgestellt werden sie dann auf einschlägigen Meetings der Utopie-Weltler, etwa dem Burning Man-Festival, das jährlich Tausende von Menschen in die Wüste von Nevada zieht.

Erstausstrahlungstermin: Mo, 25. Jul 2011, 18:05

Quelle:  http://videos.arte.tv/de/videos/steampunk-4057294.html

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Verfasst von - 24. Mai 2012 in Steampunk News

 

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