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Faszination Chlorophyll Prints

Die Photographie mit den Mitteln der Natur ist einfach faszinierend und beschäftigt mich im Moment gerade recht stark. Je nach Technik erreicht man Ergebnisse, welche schon fast an Photographien auf Photopapier herankommen.
Besonders geeignet ist dafür das Blatt des Maiglöckchen (Convallaria majalis).

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Man sucht sich ein möglichst schönes und gleichmässiges Blatt, wählt ein passendes Folienpositiv aus und platziert dieses auf dem Blatt. Das ganze kommt dann in ein Sandwich aus Glasplatten  oder in einen Belichtungsrahmen.

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Die Belichtung dauert bei grossem Anpressdruck rund 6 Stunden in der prallen Sonne. Was im Blatt chemisch genau vor sich geht erspare ich Euch hier. Wen es interessiert kann sich hier reinlesen. Nach der Belichtungs ist das Blatt relativ braun geworden. Ich habe festgestellt, dass der Anpressdruck dabei eine grosse Rolle spielt. Bei grossem Druck und dickem Glas trocknet das Blatt viel schnelles aus und wird braun. Das Resultat ist dann bedeutend besser als bei einem noch leicht grünen Blatt.

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Ein simples Experiment, welches mit etwas Übung absolut faszinierende Resultate ergiebt.

Ich wünsche Euch wie immer gut Licht!     Euer  Dan

 

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Alternative Chlorophyll Photographie

Ein kleines Experiment von heute, mal ganz ohne Chemie und giftige Dämpfe. Die Chlorophyll Photographie nutzt die Chemie der Pflanzen um eindrückliche und einzigartige Photographien zu zaubern.
Schon seit langem faszinieren mich die riesigen Blätter der Weissen Pestwurz in unserem Wald. Also habe ich mir ein solches geholt, ein Photo-Positiv auf eine Folie gedruckt und dieses zusammen mit dem Blatt zwischen eine Holzplatte und eine Glasscheibe  eingespannt. Das „Sandwich“ wurde dann während rund sechs Stunden in der prallen Frühlingssonne belichtet.
Dabei verfärbt sich das Blatt unter Einwirkung der UV-Strahlung in ein helles Beige Braun. Dort wo keine Sonne hinkommt bleibt die Pflanze dunkler. Der Kontrast variert von Pflanze zu Pflanze und ist auch von der Intensität der Sonne abhängig. Jede Chlorophyll Photographie ist deshalb ein einzigartiges Unikat.

Solltet Ihr auch mal versuchen – macht echt Spass!           Euer Doc

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Eine „ADLER MODELL 15“ aus dem Jahr 1915

Heute war ein grandioser Tag! Eine liebe Freundin brachte ein absolut fantastisches Geschenk vorbei. Sie habe die Maschine aus einem Estrich in Stein am Rhein und habe sofort an mich gedacht. Der Holzdeckel sei sicher zu gebrauchen – die Maschine könne ich ja entsorgen. Beim ersten Blick unter die Holzabdeckung dachte ich an eine Schreibmaschine aus den 40er Jahren. Diese alten Maschinen sind sehr zahlreich und sehen sich alle relativ ähnlich mit den schwarzen Metallgehäusen. Beim zweiten Blick fiel mir jedoch die untypischen Schlaghebel auf – oder anders gesagt die sehr speziellen horizontalen Schubstangen. Also musste ich unbedingt einmal Dr. Google fragen, welche ADLER Maschinen denn mit Schubstangen gearbeitet haben. Die Überraschung war gross. Es handelt sich bei der Maschine um eine „ADLER 15“ aus dem Jahr 1915. Diese Maschinen wurden ab 1909 gebaut und waren damals mit ihren vierreihigen Tastaturen sehr extravagant. Das Tasten-Layout entspricht bereits in etwa dem Tastatur-Layout eines Computer Keyboards.
Eine traumhafte Maschine, welche ich sicher nicht umbauen werde. Sie wird sanft restauriert und wird dann wohl meine aktuelle MERCEDES Alltagsschreibmaschine ersetzen.

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Die „Mouse Trap II“ – eine Kamera für die alternative Eisen-Photographie

Bei allen Eisen-Prozessen wie dem Cyanotype und dem Ferro-Gallic Prozess wird für die Belichtung sehr viel Licht benötigt. Deshalb werden diese Prozesse eigentlich nur als Druckverfahren ab einem Negativ verwendet. Die Lichtstärke in einer Kamera ist um ein Vielfaches schwächer und eine Belichtung ist eigentlich nicht möglich. Ausser man baut spezielle Kameras mit grosser Lichtstärke und verwendet neue Eisenverfahren, wie zum Beispiel „mein“ Cyanotype „CITUM“.

Meine neue Mouse Trap Kamera belichtet ein Format von 10x10cm und ist mit einem antiken ISCO KIPTAR Projektionsobjektiv ausgerüstet. Das Gehäuse und die Objektivhalterung habe ich auf dem „ENDER 3“ gedruckt. Das Objektiv kann zur Scharfstellung verschoben werden. Die erste Photographie mit dem Ferro-Gallic Process von 1860 war vielversprechend. Ich bin gespannt auf die weiteren Versuche mit dieser speziellen Kamera.

Ich wünsche Euch gut Licht           Euer  Doc Aetherman

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„KODAK Trimming Board No. 1“ aus dem Jahr 1915

Manchmal hat man einfach Glück! Ich liebe diese antiken Gerätschaften der Photographie, denn sie passen genau in die Art des Photographierens wie ich sie betreibe und geniesse.
Das Board wird natürlich eingesetzt, die Grösse ist ideal für meine kleineren Photographien mit dem Eisenprozess.

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Werbung aus dem KODAK Katalog von 1915

 

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Auf den Spuren des „Ferro-Gallic Process“ aus dem Jahre 1870

Und immer noch bin ich auf der Suche nach einem perfekten alternativen Prozess für die Photographie mit Eisensalzen. Nach den vielen Versuchen mit dem bekannten Cyanotype Prozess und meiner neuen Formel mit dem Namen „CITUM“ bin ich einfach noch nicht so recht zufrieden. Zwar ist die erreichte Empfindlichkeit meines CITUM-Papiers echt beeindruckend, doch es handelt sich beim Cyanotype Prozess halt immer noch um ein Negativ-Verfahren. Das heisst helle Bereiche im Bild erscheinen im dunklen satten Blau, die dunklen in Weiss. Dadurch wird eine Kontaktkopie nötig, und genau die ist bis jetzt ein ungelöstes Problem. Und genau aus diesem Grund bin ich schon länger auf der Suche nach einem Positiv-Verfahren mit Eisensalzen. Der Pelletprozess wird hier oft genannt – doch meine Resultate in der Plattenkamera waren absolut unbrauchbar.

Also habe ich weiter viele alte Bücher gewälzt und stolperte über den immer wieder genannten „Ferro-Gallic Process“ von Alphonse Poitevin. Poitevin war einer der wichtigsten Erfinder der Fotografie neben Nicéphore Niepce, Daguerre Bayard, Fox Talbot und Niepce de Saint-Victor.

Der Prozess basiert auf einer lichtempfindlichen Emulsion aus Eisenvitriol, Weinsäure, Eisen-III-Chlorid und Gelatine. Das beschichtete Papier hat eine gelbe Farbe und wird dann mit einem Positiv belichtet.

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Das gelbe Papier mit einem Positiv von Poitevin im Belichtungsrahmen

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Belichtung auf der kleinen LED UV-Box analog dem Cyanotype Verfahren

Nach dem Belichten sind die belichteten Stellen auf dem Papier weiss und man kann das Bild bereits schwach erkennen.

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Das Galluseisenpapier nach dem Belichten

Nun kommt das Papier in eine Entwicklerlösung mit Gallussäure und etwas Oxalsäure. Gallussäure wurde früher aus gemahlenen Galläpfeln gewonnen und zusammen mit Eisenchlorid zur Tintenherstellung genutzt. Und genau diesen Vorgang macht sich dieser faszinierende Prozess zunutze.

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Die Gallussäure reagiert mit dem Eisenchlorid an den unbelichteten Stellen im Bild und färbt diese schwarz

Nach kurzer Zeit in der Entwicklerlösung wird das Papier dann gewaschen und gut getrocket. Das Resultat war für mich sehr verblüffend. Ein wirklich grandioser vergessener Prozess. Jetzt wird es Zeit für ergänzende Experimente. Ich denke ich bin jetzt endlich auf dem richtigen Weg! Besten Dank werter Alphonse Poitevin!

Ich wünsche Euch immer gut Licht           Euer Doc Aetherman

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Alphonse Poitevin, der Erfinder des „Ferro-Gallic Process“ im Jahr 1870

 

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„Back to the Future – The Time Machine“

Vor einiger Zeit habe ich für unsere Tochter einen kleinen viktorianischen Fischtank gebaut. Sie hatte die Idee darin Triopse zu züchten. Leider war die Lebenserwartung dieser kleinen Viecher jeweils eher klein und der schöne Tank stand schon bald mal leer.

Also musste ein neuer Einsatzzweck her!  Da der Tank fast wie eine Vitrine aussieht und die Beleuchtung für diesen Zweck auch perfekt ist parkierte ich kurzerhand meinen Wagen darin. Als alter „Back to the Future“ Fan ist die kleine Vitrine jetzt ein toller Blickfang in meinem Laboratorium.

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