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Worldwide Pinhole Day 2019

Gestern Sonntag, immer der letzte Sonntag im April, war wieder der jährliche Pinhole-Day. Trotz schlechtem und kaltem Wetter wollte ich diesen Event natürlich nicht verpassen und bin mit meiner 93 Jahre alten GÖRLITZER Holzkamera losgezogen. Da das Licht sehr schlecht war wählte ich Röntgenfilm statt Papier als Medium. Der Röntgenfilm funktioniert mit rund 100 ISO und ist somit bedeutend schneller als das ILFORD RC IV Papier mit etwa 5 ISO. Ideal also für schlechtes Wetter.

Während unserer Expedition wurden wir sogar von Eisregen überrascht – aber genau diese Erlebnisse machen den Pinhole-Day ja gerade aus. Irgendwie fanden wir dann jedoch doch kein passendes und ansprechendes Motiv bei diesem grauen Wetter und entschieden uns im Garten etwas aufzustellen.

Also Tisch abgeräumt und den Spiegel meiner lieben Frau darauf positioniert. Dann die Kamera davor und – zagg – ein echtes Selfie der GÖRLITZER Kamera geschossen. Nun, besser als gar nichts.

Nun hoffen wir natürlich auf bedeutend besseres Wetter nächstes Jahr – denn eigentlich wäre ja Frühling……

pinholeday_aetherman

 

Link zum Galerie-Eintrag auf der Website des Pinhole-Days:

http://pinholeday.org/gallery/2019/?id=161

 

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Verfasst von - 29. April 2019 in Alternative Photographie

 

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PERUTZ Photographische Trockenplatten aus dem Jahre 1938

Vor kurzem bekam ich von einem lieben Freund aus Deutschland eine Packung mit antiken Trockenplatten aus dem Jahre 1938. Ich wollte natürlich unbedingt wissen, ob solch alte Platten noch entwickelt werden können und habe einige Versuche angestellt.

Hauptproblem bei solch alten Platten, wie auch bei altem Photopapier, ist der Verlust der Empfindlichkeit. Mein altes FORTE Barytpapier aus den 70er Jahren hat aktuell einen ISO-Wert von gerade mal 0,5. Also schätzte ich den Wert für die alten Glasplatten in etwa ähnlich – nach den Tests weiss ich jetzt, dass die Platten noch 0,25 ISO haben. Zudem haben sie leider einen Graustich und der Kontrast lässt etwas zu wünschen übrig. Doch: wer hat schon solche antiken Platten mit aktuellen Photos drauf. Ich finde die nach rund 81 Jahren belichteten Platten einfach faszinierend!!!

 

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Verfasst von - 27. April 2019 in Alternative Photographie

 

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Der Wynne’s Belichtungsmesser aus dem Jahre 1912

Vor einiger Zeit konnte ich mir diesen wunderbaren kleinen Schatz unter den Nagel reissen. es handelt sich um einen originalen WYNNE’S „INFALLIBLE“ EXPOSURE METER aus dem Jahre 1912. Das kleine Wunderwerk sieht auf den ersten Blick aus wie eine Taschenuhr. Im Innern verbergen sich lichtempfindliche Bromsilberpapier-Scheiben, mit denen sich die Helligkeit ermitteln lässt. Ich hatte das Glück auch das ganze Zubehör zu erhalten: die Bedienungsanleitung, ein Päckchen Bromsilberpapier, verschiedene Merkblätter und die Original-Blechdose mit einer dem Alter entsprechenden Patina.

Bilder sagen ja bekanntlich mehr als Worte – deshalb nachfolgend einige Details dieses antiken Belichtungsmessers.

Viel Spass!  Euer  Dan

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Verfasst von - 14. März 2019 in Alternative Photographie

 

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Die AGFA BOX 44 aus dem Jahre 1932

Gestern habe ich auf einem Flohmarkt eine antike Boxkamera entdeckt und für wenige Taler ergattert. Die AGFA BOX 44, auch PREISBOX genannt, war die erste im grossen Stil in Deutschland verkaufte Kamera. Sie kostete damals 4 Reichsmark und wurde in Form einer AKTION angeboten. Man musste 4 Reichsmark-Münzen sammeln, welche jeweils mit den Buchstaben „A“, „G“, „F“ und „A“ geprägt waren. Normalpreis der Kamera war im Jahr 1932 rund 7 Reichsmark.

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Heute habe ich die Kamera gereinigt und durchgecheckt – sie ist in einem sehr guten Zustand. Ich konnte es mir nicht verkneifen trotz dem schlechten Wetter einen ersten Schuss zu wagen. Also wurde die Kamera kurzerhand mit einem 6cm x 9cm grossen Stück 40 jährigem Baritpapier geladen und ab ging’s in den Garten.
Ich schätzte den EV Wert grob auf 12 und wusste, dass die Kamera eine Fixblende von f:11 hat. Mit dem alten Baritpapier, welches einen ISO-Wert von nur 0.2 hat ergab dies eine Belichtungszeit von knapp 30 Sekunden. Ideal also für den manuellen Verschluss der Kamera.
Neugierig wurde das Stück Papier entwickelt und siehe da: bereits der erste Versuch zeigt ein ganz ansehnliches Bild. Einfachheitshalber habe ich das Negativ eingescannt und digital entwickelt:

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Die nächste Idee wäre nun einen Baritpapier-Streifen zu schneiden, zusammenzukleben und auf die alte Filmspule zu wickeln. Somit liessen sich mehrere Bilder nacheinander schiessen. Ich werde Euch in einem nächsten Beitrag dann von diesem Versuch erzählen…

 
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Verfasst von - 4. November 2018 in Steampunk News

 

Mein neues Laboratorium

Werte Leser

Wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt musste ich mein kleines altes Laboratorium im Heizungskeller räumen. Wir haben jetzt eine neue Heizung, rund 40 Jahre jünger als die alte und sie funktioniert prächtig. Leider ist das Ding nun bedeutend grösser als vorher und der Platz wurde echt knapp. Also habe ich mich entschlossen, natürlich mit der sehr netten Einwilligung meiner lieben Frau, das Laboratorium in unserem Steampunk Salon zu integrieren. Das bringt einige grosse Vorteile mit sich: Ich muss nun das Haus nicht mehr verlassen um irgendwas zu klempnern und das Ambiente mitten in meinen geliebten Maschinen und Erfindungen ist einfach einmalig und äusserst inspirierend. Ein weiterer, nicht unwichtiger Vorteil, ist die Nähe zu unseren drei Kids. Die drei basteln sehr gerne und finden es jetzt natürlich äusserst spannend, wenn alle nötigen Materialien „direkt“ erreichbar sind.

In den letzten Tagen haben wir das neu eingerichtete Laboratorium mit einigen kleineren Projekten so richtig eingeweiht! Den Entscheid das kreative Plätzchen ins Haus zu verlegen bereuen wir bis jetzt nicht. Es sei jedoch angemerkt, dass wir zum Bohren, Schleifen, Sägen, etc. natürlich weiterhin nach draussen gehen…  ich möchte es mit meiner lieben Frau ja nicht „verscherzen“…

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Verfasst von - 2. Oktober 2018 in Steampunk News

 

Steampunk im „RED Magazin“ der SIX GROUP

Ab und zu muss auch ich meinen ganzen Kram etwas ausmisten. Schliesslich will man den Kindern mit gutem Beispiel vorangehen. Bei meiner Sammlung an Antiquitäten, oder wie andere sagen, an Staubfängern, gibt’s immer was zu tun. Entweder Abstauben – oder dann eben Ausmisten.
Gestern kam mir eben bei einer dieser Putzaktionen das RED Magazin in die Hände, für welches der Designer Gerhard Buurman und ich eine interessante Diskussion führen durften. Das Thema der Diskussion befasst sich mit der Frage „Liegt die Zukunft der Innovation in der Vergangenheit?“. Mir gefällt an dieser Story ganz besonders, dass der STEAMPUNK einmal eine tiefere Bedeutung erfährt – denn die wenigsten kennen die Hintergründe dieser einzigartigen Bewegung, welche in den späten 80er Jahren ihren Anfang fand.

Das RED Magazin findet ihr hier auf Deutsch:  https://www.six-group.com/dam/download/red/2017/red-201701-de.pdf

The RED magazin in English:  https://www.six-group.com/dam/download/red/2017/red-201701-en.pdf

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Verfasst von - 13. Juni 2018 in Steampunk News

 

Die „Cyanotype Exposure Machine Model 1842“

Schon länger habe ich mit der Herstellung von Cyanotypien beschäftigt. Dieser alte photographische Prozess wurde von Sir John Herschel im Jahr 1842 erfunden. Wie genau dieser faszinierende Prozess funktioniert erklärt Euch die WIKI sehr anschaulich.

Zur Belichtung der Bilder benötigt man entweder die Sonne oder eine künstliche UV-Quelle – z.Bsp. ein altes Solarium. Da die Sonne im Winter eher schwierig zu kontrollieren ist habe ich mir eine Belichtungsmaschine aus einem alten Gesichtsbräuner gebaut: Die „Cyanotype Exposure Machine Model 1842“.

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Für die ersten Testbilder benutzte ich altes Inkjetpapier ab Rolle und die selbstgebraute Lösung aus Blutlaugensalz und Ammoniumeisencitrat. Die Lösung habe ich mit einem weichen Pinsel dünn aufgetragen und gut trocknen gelassen. Das Papier muss im halbdunkeln hergestellt werden, da die gemischte Lösung bereits Lichtempfindlich ist.

Als Negativ habe ich ganz einfach ein SW-Bild invertiert und mit dem Laserdrucker auf eine Transparentfolie gedruckt.

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Danach wird ein passendes Stück beschichtetes Papier mit dem aufgelegten Negativ in einem handelsüblichen Bilderrahmen eingespannt. Es muss darauf geachtet werden, dass das Negativ satt auf dem Papier aufliegt.

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Nun wird der Rahmen auf dem Belichter platziert und während 4 Minuten belichtet. Meine „Cyanotype Exposing Machine Model 1842“ ist mit 4 UV-Röhren à je 15 Watt ausgerüstet ujd liefert somit rund 60 Watt Leistung.

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Nach der Belichtung wird das Papier aus dem Rahmen genommen und sofort im Wasserbad gewässert. Innert einigen Sekunden erscheint das Photo auf dem Papier. Gewässert wird während rund 5 Minuten. Es ist wichtig, dass alle wasserlöslichen Komponentenen aus dem Papier herausgelöst werden.

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Nach dem Wässern kann die Cyanotypie auf Papiertüchern gut getrocknet werden. Damit das Papier wieder völlig flach wird, kann es auch über Nacht in einer Buchpresse eingespannt werden.

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Das war jetzt eine „Schnell-Einführung“ in die faszinierende Welt der Cyanotypie. Vielleicht packt es den einen oder die andere von Euch ebenfalls. Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Spass beim experimentieren!

 
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Verfasst von - 7. März 2018 in Alternative Photographie

 

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