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Die AGFA BOX 44 aus dem Jahre 1932

Gestern habe ich auf einem Flohmarkt eine antike Boxkamera entdeckt und für wenige Taler ergattert. Die AGFA BOX 44, auch PREISBOX genannt, war die erste im grossen Stil in Deutschland verkaufte Kamera. Sie kostete damals 4 Reichsmark und wurde in Form einer AKTION angeboten. Man musste 4 Reichsmark-Münzen sammeln, welche jeweils mit den Buchstaben „A“, „G“, „F“ und „A“ geprägt waren. Normalpreis der Kamera war im Jahr 1932 rund 7 Reichsmark.

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Heute habe ich die Kamera gereinigt und durchgecheckt – sie ist in einem sehr guten Zustand. Ich konnte es mir nicht verkneifen trotz dem schlechten Wetter einen ersten Schuss zu wagen. Also wurde die Kamera kurzerhand mit einem 6cm x 9cm grossen Stück 40 jährigem Baritpapier geladen und ab ging’s in den Garten.
Ich schätzte den EV Wert grob auf 12 und wusste, dass die Kamera eine Fixblende von f:11 hat. Mit dem alten Baritpapier, welches einen ISO-Wert von nur 0.2 hat ergab dies eine Belichtungszeit von knapp 30 Sekunden. Ideal also für den manuellen Verschluss der Kamera.
Neugierig wurde das Stück Papier entwickelt und siehe da: bereits der erste Versuch zeigt ein ganz ansehnliches Bild. Einfachheitshalber habe ich das Negativ eingescannt und digital entwickelt:

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Die nächste Idee wäre nun einen Baritpapier-Streifen zu schneiden, zusammenzukleben und auf die alte Filmspule zu wickeln. Somit liessen sich mehrere Bilder nacheinander schiessen. Ich werde Euch in einem nächsten Beitrag dann von diesem Versuch erzählen…

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Verfasst von - 4. November 2018 in Steampunk News

 

Mein neues Laboratorium

Werte Leser

Wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt musste ich mein kleines altes Laboratorium im Heizungskeller räumen. Wir haben jetzt eine neue Heizung, rund 40 Jahre jünger als die alte und sie funktioniert prächtig. Leider ist das Ding nun bedeutend grösser als vorher und der Platz wurde echt knapp. Also habe ich mich entschlossen, natürlich mit der sehr netten Einwilligung meiner lieben Frau, das Laboratorium in unserem Steampunk Salon zu integrieren. Das bringt einige grosse Vorteile mit sich: Ich muss nun das Haus nicht mehr verlassen um irgendwas zu klempnern und das Ambiente mitten in meinen geliebten Maschinen und Erfindungen ist einfach einmalig und äusserst inspirierend. Ein weiterer, nicht unwichtiger Vorteil, ist die Nähe zu unseren drei Kids. Die drei basteln sehr gerne und finden es jetzt natürlich äusserst spannend, wenn alle nötigen Materialien „direkt“ erreichbar sind.

In den letzten Tagen haben wir das neu eingerichtete Laboratorium mit einigen kleineren Projekten so richtig eingeweiht! Den Entscheid das kreative Plätzchen ins Haus zu verlegen bereuen wir bis jetzt nicht. Es sei jedoch angemerkt, dass wir zum Bohren, Schleifen, Sägen, etc. natürlich weiterhin nach draussen gehen…  ich möchte es mit meiner lieben Frau ja nicht „verscherzen“…

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Verfasst von - 2. Oktober 2018 in Steampunk News

 

Steampunk im „RED Magazin“ der SIX GROUP

Ab und zu muss auch ich meinen ganzen Kram etwas ausmisten. Schliesslich will man den Kindern mit gutem Beispiel vorangehen. Bei meiner Sammlung an Antiquitäten, oder wie andere sagen, an Staubfängern, gibt’s immer was zu tun. Entweder Abstauben – oder dann eben Ausmisten.
Gestern kam mir eben bei einer dieser Putzaktionen das RED Magazin in die Hände, für welches der Designer Gerhard Buurman und ich eine interessante Diskussion führen durften. Das Thema der Diskussion befasst sich mit der Frage „Liegt die Zukunft der Innovation in der Vergangenheit?“. Mir gefällt an dieser Story ganz besonders, dass der STEAMPUNK einmal eine tiefere Bedeutung erfährt – denn die wenigsten kennen die Hintergründe dieser einzigartigen Bewegung, welche in den späten 80er Jahren ihren Anfang fand.

Das RED Magazin findet ihr hier auf Deutsch:  https://www.six-group.com/dam/download/red/2017/red-201701-de.pdf

The RED magazin in English:  https://www.six-group.com/dam/download/red/2017/red-201701-en.pdf

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Verfasst von - 13. Juni 2018 in Steampunk News

 

Die „Cyanotype Exposure Machine Model 1842“

Schon länger habe ich mit der Herstellung von Cyanotypien beschäftigt. Dieser alte photographische Prozess wurde von Sir John Herschel im Jahr 1842 erfunden. Wie genau dieser faszinierende Prozess funktioniert erklärt Euch die WIKI sehr anschaulich.

Zur Belichtung der Bilder benötigt man entweder die Sonne oder eine künstliche UV-Quelle – z.Bsp. ein altes Solarium. Da die Sonne im Winter eher schwierig zu kontrollieren ist habe ich mir eine Belichtungsmaschine aus einem alten Gesichtsbräuner gebaut: Die „Cyanotype Exposure Machine Model 1842“.

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Für die ersten Testbilder benutzte ich altes Inkjetpapier ab Rolle und die selbstgebraute Lösung aus Blutlaugensalz und Ammoniumeisencitrat. Die Lösung habe ich mit einem weichen Pinsel dünn aufgetragen und gut trocknen gelassen. Das Papier muss im halbdunkeln hergestellt werden, da die gemischte Lösung bereits Lichtempfindlich ist.

Als Negativ habe ich ganz einfach ein SW-Bild invertiert und mit dem Laserdrucker auf eine Transparentfolie gedruckt.

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Danach wird ein passendes Stück beschichtetes Papier mit dem aufgelegten Negativ in einem handelsüblichen Bilderrahmen eingespannt. Es muss darauf geachtet werden, dass das Negativ satt auf dem Papier aufliegt.

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Nun wird der Rahmen auf dem Belichter platziert und während 4 Minuten belichtet. Meine „Cyanotype Exposing Machine Model 1842“ ist mit 4 UV-Röhren à je 15 Watt ausgerüstet ujd liefert somit rund 60 Watt Leistung.

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Nach der Belichtung wird das Papier aus dem Rahmen genommen und sofort im Wasserbad gewässert. Innert einigen Sekunden erscheint das Photo auf dem Papier. Gewässert wird während rund 5 Minuten. Es ist wichtig, dass alle wasserlöslichen Komponentenen aus dem Papier herausgelöst werden.

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Nach dem Wässern kann die Cyanotypie auf Papiertüchern gut getrocknet werden. Damit das Papier wieder völlig flach wird, kann es auch über Nacht in einer Buchpresse eingespannt werden.

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Das war jetzt eine „Schnell-Einführung“ in die faszinierende Welt der Cyanotypie. Vielleicht packt es den einen oder die andere von Euch ebenfalls. Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Spass beim experimentieren!

 
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Verfasst von - 7. März 2018 in Alternative Photographie

 

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Da geht mir doch ein Licht auf!!

Vielleicht habt Ihr es schon bemerkt: Ich habe es im Moment etwas mit dem Thema Licht! Meine zwei aktuellen Werke leuchten gerade um die Wette und unsere Wohnung ist gerade sehr gut ausgeleuchtet…

Die gigantische und 50 Kilogramm schwere OCTOPUS Lampe besteht aus einem umgedrehten Messingleuchter, den ich auf einem stabilen Sockel platziert habe. Als Leuchtmittel kommen sechs Retro-Globes mit je 4W Leistung zum Einsatz.

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Etwas vorher habe ich die „Engelslaterne“ fertiggestellt. Das besondere an dieser Lampe ist das selbstgebaute LED-Filament im Glassockel der antiken Strassenlampe. Vorher verbrauchte diese Glühbirne 2000 Watt Leistung – jetzt läuft sie mit rund 3 Watt. Das Metall-Skelett der Laterne stammt von der Reichsbahndirektion Stuttgart und hat eine wunderbare alte Patina…

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Verfasst von - 12. Februar 2018 in Kuriositäten Kabinett, Steampunk Gadgets

 

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Eine „HERMES No. 2“ aus dem Jahre 1923

Diese Schweizer Schreibmaschine hat eine legendäre Geschichte. Gebaut wurde sie 1923 von ALBERT PAILLARD in Yverdon und trägt die Seriennummer #1098.
Die Familie Paillard machte sich zuvor einen grossen Namen mit dem Bau von Uhren und Spieldosen, später auch mit Grammophonen. In den 30er Jahren wurden dann auch Radios  und die BOLEX Kamera gebaut.

Woher ich diese Maschine genau habe, weiss ich gar nicht mehr. Vermutlich ist sie mir auch irgendwann einmal „zugelaufen“…

Weitere Details zu dieser Maschine findet Ihr auf der Seite www.typewriters.ch von G. Sommeregger. Auf seiner Seite gibt es auch noch viele weitere wunderbare Maschinen zu bestaunen.

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Verfasst von - 9. Februar 2018 in Kuriositäten Kabinett

 

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Die „Remington Standard No. 10“ aus dem Jahre 1911

Diese alte Remington aus dem Jahre 1911 ist meine älteste Schreibmaschine. Wie alle anderen Maschinen habe ich auch dieses Exemplar für einen einstelligen Frankenbetrag auf einem Flohmarkt erstanden. Ich liebe Schnäppchen und bin deshalb immer auf der Suche nach solchen vergessenen Artefakten.
Auch diese Maschine funktioniert nach rund 107 Jahren noch tadellos.
Im Jahre 1911 lief übrigens die „RMS Titanic“ vom Stapel und der norwegische Polarforscher Amundsen erreichte als erster Mensch den Südpol…

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Verfasst von - 7. Februar 2018 in Kuriositäten Kabinett

 

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